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Burning Water

Burning Water!
Ja, diese Überschrift klingt mehrdeutig soll sie auch sein! Zum einen haben wir es mit steigenden Wassertemperaturen zu tun, diese sind einerseits erfreulich, andererseits mögen das die Forellen im Stillwasser gar nicht. Wenn Freund Sonne sich die ersten Tage so richtig ins Zeug legt, wandern die Temperaturen an stehenden Gewässern schnell mal über die 15°C Wohlfühlgrenze!
Diese war gestern deutlich überschritten, dementsprechend argwöhnisch war auch das Verhalten der Forellen, auf die ich es abgesehen hatte. Nach kurzer Anreise lager vor mir. Ein See der mich schon viele Nerven und schlaflose Stunden gekostet hat. Doch irgend wie kehrt man immer wieder zurück um der klaren Brühe den ein oder anderen Fisch zu entlocken.
Also schnell das ganze Besteck ins Boot laden und ab auf den See...
Die 8er Gerte welche ich mit einer Sinktip mit 8,20 Metern sinkender Spitze bestückt habe ist gerade für solche Einsatzzwecke ideal. Da die Wassertememperatur schon auf 18,5°C an der Oberfläche gestiegen ist, beschließe ich sehr tief zu fischen. Es sind zwar immer wieder Fische an der Oberfläche zu erkennen, diese erhaschen wohl den ein oder anderen Emerger kurz unter der Wasseroberfläche. Meine Wahl fällt auf einen pinkfarbenen Goldkopfstreamer. Innerhalb kurzer Zeit erhalte ich zwei Bisse von denen ich einen verwerten kann, danach ist tote Hose.Nach einigen Köderwechseln entschließe ich mich, das Vorfach auf 350cm zu verlängern und die Stärke von 0,25mm auf 0,22mm zu reduzieren. Das hört sich immer noch relativ stark an, muss es auch sein! Die zu erwartenden Fische sind schließlich überdimensional groß. Dann doch ein bisschen Sicherheit bezüglich Schnurstärke sag ich mir. Nach erneutem Köderwechsel hake ich einen Fisch der hart auf Tiefe bleibt und dann nach wenigen Sekunden aussteigt. Wuhhh, was war das, geht es mir durch den Kopf. Das kann eigentlich nur eine der ganz alten Damen des Sees gewesen sein.

Nach zwei weiteren erfolglosen Stunden setze ich auf einen gelben Streamer mit schwerem Kopf. Schon nach wenigen Würfen hake ich den nächsten Fisch und der Tanz beginnt. Harte Stöße in die Tiefe, gefolgt von wildem kopfschütteln. Nach zähem Kampf liegt sie dann da im Kescher, der eigentlich den Hechten vorbehalten ist. Mit ca. 60 Zentimetern schon ein ordentliches Exemplar, doch ich spüre da geht noch was. Wurf um Wurf suche ich die Bereiche zwischen 6 und 8 Metern Wassertiefe ab. Hier sind die Fische am aktivsten. Innerhalb weniger Minuten bekomme ich zwei weitere Fehlbisse, die ich  nicht verwandeln kann. Wie man sieht, sind unsere beschuppten Freunde heute sehr zaghaft unterwegs. umso mehr geben sie Gas wenn man sie am Haken hat, deshalb auch die Überschrift...
Nachdem ich wieder an meiner markanten 6 Meter kante angelangt bin, reißt es mir fast den Stock aus der Hand und der Tanz beginnt von neuem! Der Fisch setzt sein ganzes Körpergewicht ein um es mir möglichst schwer zu machen, doch die keineswegs überdimensionierte 8er Hardy Demon arbeitet hervorzüglich!
Nach weiteren bangen Sekunden bis zur Backinggrenze liegt auch dieser Fisch im Kescher, den er mit knapp über 70 Zentimetern gut ausfüllt! Ja ich denke der Tag hat sich gelohnt. Nachdem der Bann gebrochen scheint, wandern noch weitere sehr gute Fische in die Maschen! Allesamt auf meinen gelben Streamer mit Goldkopf.
Also steht's auf Tiefe bleiben....
Euer Markus